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Fluch oder Segen? Freiheit oder Zwang?

1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0  

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Die Technik entwickelt sich rasant weiter. In den letzten Jahren wurden so viele neue Handys, Laptops, Computer, Tablets und anderes entwickelt, dass die Anzahl derer lächerlich hoch ist. Handys wurden immer kleiner, immer schmaler, immer dünner, immer leichter. Mittlerweile geht der Trend wieder in Richtung „die Größe spielt doch eine Rolle“. Doch bedeutet neuer und größer automatisch auch besser?

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 medienprojekt

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Kameras werden immer schärfer, Internet immer schneller. Tausend Varianten von Verträgen, All-net Flat, 5 Euro Internet Flat, Allround Paket. Jeden Tag kommen neue Apps auf den Markt. Verbreiten sich wie ein Lauffeuer. WhatsApp, Facebook, Instagram, Twitter. Die wohl weit verbreitesten Apps der Welt. Mehrere Milliarden Downloads im Play Store. Ich behaupte, die „Generation Medien“ hat mindestens eine dieser Apps entweder schon benutzt oder wenigstens gesehen. Doch wie soll man bei dieser Bandbreite von Auswahlmöglichkeiten an technischen Geräten, aber auch an Apps, Programmen, Netzwerken etc den Überblick behalten? Ist es ein Fluch oder ein Segen, immer up to date zu sein? Werden Freiheiten oder Zwänge dadurch in Umlauf gebracht? 

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Gerade Facebook und WhatsApp sind ein umstrittenes Thema im alltäglichen Leben. Ein Update jagt das Nächste. Die meisten davon sind meiner Meinung nach völlig unnötig. Was mich persönlich aber am meisten beschäftigt, ist die Tatsache des „immer-erreichbar-seins“. Das Smartphone gehört heute wie Schlüssel und Portemonnaie zum ständigen Begleiter in Hosen- oder Jackentasche. Die Internet-Flatrate hat auch gefühlt mindestens jeder Zweite. Somit besteht die Möglichkeit, immer und überall erreichbar zu sein, aber auch immer Jemanden zu erreichen, oder irgendwelche Neuigkeiten über seine Freunde, Schauspieler oder Promis zu erlangen. Unterwegs wird gegoogelt, Musik gehört, Sprachnachrichten geschickt, Spiele gespielt, Videos gemacht. Nichts scheint mehr nicht möglich zu sein. Ich selber fühle mich immer ziemlich altmodisch mit meinen drei, vier Apps auf meinem Handy und meiner 100mb Internet-Flat. Unterwegs benutze ich natürlich auch WhatsApp und meine geliebte VRR-App, um zu sehen, wie ich am besten von A nach B komme. Aber das war’s dann auch. Ich bin alles andere als up to date, wenn es um Handys geht, um Dinge, die mein Laptop kann oder um neue Programme, die ich nutzen muss. Ich brauche nicht jedes Jahr das neue iPhone, oder das neue Samsung XYZ, ich bin froh, wenn mein Handy morgens noch an geht. Das war allerdings nicht immer so. Früher bin ich auch immer mit dem Trend gegangen, ich hatte auch mein Handy von morgens bis abends vor der Nase. Das habe ich zwar heute manchmal auch noch, aber aus anderen Gründen. Heute ersetzen Medien einfach die Langeweile. Es gibt tausend Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Und wenn es Fotos von fremden Menschen auf Instagram sind. Vieles geschieht schon aus Reflex. Facebook, Instagram, WhatsApp, alles wird aus Gewohnheit und Langeweile dutzende Male am Tag geöffnet, auch wenn einem bewusst ist, dass es nichts Neues gibt. Und das ist für mich persönlich ein Fluch, und kein Segen. Der krampfhafte Druck auf die Entsperr-Taste, ob es eine neue Nachricht gibt. Das krampfhafte „stalken“, immer wissen, was die anderen machen. Facebook ist zu einem Tagebuch für einige Menschen geworden. Jeder muss erfahren, was ich wann und wo und mit wem mache, stündliche Updates, am besten noch öffentlich sichtbar, für jeden, der im Internet unterwegs ist. Gefällt mir-Angaben bestimmen das Selbstwertgefühl. Leute schreiben mich an, und fragen mich, ob ich ihr Foto liken kann. Der noch größere Druck ensteht durch WhatsApp. Die App, die anzeigt, wann du zuletzt online warst. Und damit nicht genug, seit Kurzem auch durch blaue Haken anzeigt, wann die Nachricht gelesen wurde. Das „zuletzt online“ kannst du ausschalten, die blauen Haken nicht. An sich ist es nur eine Information, wann man zuletzt die App geöffnet hat, oder wann eine Nachricht geöffnet wurde. Könnte man meinen. Doch in der heutigen Gesellschaft empfindet der Großteil der Jugend diese zwei Sachen als Zwang und Druck. Ich bekomme oft Nachfragen, warum ich noch nicht geantwortet habe, obwohl in der Nachricht ja offensichtlich zwei blaue Haken zu sehen sind. Ganz interessant sind die Leute, die noch eine Nachricht hinterher schicken mit dem Inhalt: „?????“. Ja, ich war online. Ja, ich habe die Nachricht gelesen. Nein, ich habe jetzt keine Lust zu antworten. Wie kann es sein, dass man sich verpflichtet fühlen muss, sofort zu antworten? Ob um 13 Uhr, um 18 Uhr oder um 3 Uhr morgens? Wie kann es sein, dass man Rund um die Uhr dafür sorgt, erreichbar zu sein? Heute bekommt man Nachrichten wie: du hast dich aber auch schon lange nicht mehr gemeldet. Dabei ist die letzte Unterhaltung nicht mal eine Woche her. Wie können sich solche Zwänge entwickelt haben, wenn man vor zehn Jahren noch gerade mal 25 SMS im Jahr geschrieben hat und dann auch wirklich nur eine lebenswichtige Information verschickt wurde, und ein Guthaben von 10 Euro mindestens ein halbes Jahr hielt. Natürlich sind das Verallgemeinerungen, ich kenne auch Leute, bei denen das nicht so ist, aber leider ist dieser beschrieben Zustand keine Ausnahme oder Seltenheit. Dafür muss man nur vor die Tür gehen, Bahn fahren oder in der Uni sein. Ich gestehe, ich schreibe auch viel und gerne Nachrichten, und ich nutze Facebook und Instagram vielleicht öfter, als ich sollte, aber ich genieße die Zeit, wenn ich mal nicht erreichbar bin, ich genieße es, dass nicht jeder Mensch über mich Informationen hat und mein Leben verfolgen kann. Ich genieße es, dass ich Freunde habe, bei denen ich mich nicht verpflichtet fühlen muss, mich jeden Tag zu melden oder „Gefällt mir“ zu drücken, wenn sie etwas veröffentlichen. Ich bin froh, dass ich zu geizig bin, um mir regelmäßig neue technische Geräte zu kaufen. Ich bin allerdings auch froh, dass ich welche besitze. Sie erleichtern und bereichern das alltägliche Leben ungemein, solange es alles aus freien Stücken geschieht.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Wir besitzen diese Freiheit, also sollten wir sie auch so nutzen, dass sie nicht in einen Zwang umschlägt.

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=76