|

Von der Zensur der Medien und was von ihnen übrig bleibt

1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Wenn man zum Thema der Medienzensur kommt, muss man vorsichtig sein. Zu gern wird dieses auf Seiten des rechten Spektrums als Mittel zur Rekrutierung genutzt.Wenn Stichwörter wie „Lügenpresse“ fallen, dann ist mittlerweile Jedem klar, um welche Damen und Herren es sich handelt. Gerade das rechte „Volksbündnis“ hat mit diesem Wort in jüngster Vergangenheit um sich geschmissen, wie kaum etwas Anderem. Worum es geht ist bei solchen Schlagwörtern offensichtlich. Doch es geht auch subtiler. Schon wenn man zum Thema Medienzensur recherchiert, begegnen einem viele vermeintliche Informationen, die jedoch viel mehr Hirngespenst irgendeines Grenzdebilen, als wertvolle Infos darstellen. Da ließt man dann davon, dass die hiesigen Medien immer noch von den Siegermächten des zweiten Weltkrieges, allen voran den USA,  reguliert werden. Dass die Medien nur in den aller wenigsten Fällen so bei uns ankommen, wie sie ursprünglich gedacht waren, steht außer Frage. Doch, dass dafür nicht die USA, sondern Instanzen wie FSK, USK und SPIO oder Gesetze wie der Mediendienste- Staatsvertrag, das Strafgesetzbuch oder das Jugendschutzgesetz verantwortlich sind, ist entgegen einer hiesigen Medienhoheit der USA Fakt. Dass auch zugunsten der USA Entschärfungen hierzulande stattfinden ist keine Frage, doch geschieht dies nicht, bzw. nicht mehr auf Anordnung der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern unter Beschluss der Bundesregierung.

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Dies soll allerdings nicht die Hauptmessage meines Blogeintrages sein. Viel mehr soll es darum gehen, was von Medien übrig bleibt, wenn sie von Prüfstellen und Gesetzeskontrollen reguliert wurden: Ein verfälschtes Stück Information und ein zerstückelter Fetzen Kunst. Beides dürft laut Artikel 5 des Grundgesetzes gar nicht existieren. In diesem heisst es nämlich:

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0
[Meinungs- und Pressefreiheit; Freiheit der Kunst und der Wissenschaft]

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Quelle: http://www.medienzensur.de/index.shtml

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Trotzdem kommt beim Endverbaucher, bzw. beim Informationssuchenden in vielen Fällen gar nicht das an, was ursprünglich geschaffen wurde. Wenn man sich einmal näher auf das konzentriert, was die Unterhaltungsindustrie produziert und sich Produkte aus Videospielen und Filmen, oder aber auch Musik, anschaut, dann kennt mit Sicherheit jeder jüngere Konsument mindestens ein Beispiel für Zensur. Wo in der Musik heutzutage nervige Piepser eingebaut werden, werden in Filmen ganze Teile herausgenommen und in Videospielen Handlungsmöglichkeiten und Effekte entfernt. Das Resultat ist ein völlig entfremdetes, der Ursprungsidee fernes Produkt, das sich der Künstler in seiner Entstehung völlig anders vorgestellt hat. Die Qualität der beschnittenen Produkte hat immer zu leiden, wenn die Schere angelegt wird und nicht selten geht es so weit, dass der Konsument sich gegen den Erwerb des Produktes entscheidet oder aber später schwer enttäuscht ist.

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Dass der Jugendschutz eine äußerst wichtige Angelegenheit ist, steht außer Frage. Doch sollte es den Menschen, die für eine Sache alt genug sind, auch möglich sein, diese in ihrer Ursprungsform komsumieren zu können. Interessierten und Komsumenten wird durch Zensur ein großes Stück an Autonomie genommen. Dass Zensur dafür sorgt, dass verringert Straftaten oder Vehaltensauffälligkeiten vorkommen, ist bestritten. Wenn man es sich recht überlegt, sollte doch viel mehr an einem Jugendschutzgesetz gearbeitet werden, dass Jugendliche schütz, aber Erwachsenen ihre Freiheiten lässt. Menschenverachtende Inhalte müssten auf einer anderen Ebene bekämpft werden, wenn sie denn als solche angesehen werden können.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 Was geschehen kann, wenn Medien zerstückelt werden, veranschaulicht folgendes Video:

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0  

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=623