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Der Wandel durch Medien in Schulen und Unterricht

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Das Thema Medien ist seit einiger Zeit ein sehr beliebtes Gesprächs- und Diskussionsthema. Die Technik verändert, verbessert, erweitert sich rasant und ist so weit verbreitet wie noch nie. Die Modernisierung, der Wandel und die Anpassung findet in allen Bereichen des Lebens statt. Es ist fast unvorstellbar, dass wir nicht mehr mit Medien und Technik in Kontakt treten. Medien tauchen im Alltag, in der Freizeit, im Beruf, bei der Ausübung eines Hobbys auf. Es ist eine wechselseitige Beziehung, Medien verlaufen parallel zu unserem normalen Leben. Daher ist es unvermeidlich, dass auch das schulische Leben davon betroffen ist. Doch inwiefern?

Im folgenden Essay möchte ich den Wandel der Medien und Technik an Schulen und im Unterricht anhand meiner persönlichen Erfahrungen darstellen.

Wie sieht der Wandel an Schulen aus?

Der Beginn meiner Schulzeit auf dem Gymnasium Anfang 2000 war bezüglich vorhandener Technik und Medien sehr eingeschränkt. Es gab einen großen Computer Raum, dessen Besuche sich aber ziemlich in Grenzen hielten. Die Ausstattung wurde auch eher auf ein Minimum reduziert. Man konnte einfache Aufgaben und Recherchen erledigen, besonders einladend war dieser Raum jedoch nicht. Es gab allerdings auch keine große Nachfrage seitens der Schüler, Computer und Internet waren einfach noch nicht so populär. Viel beliebter war zu der Zeit ein alter, kleiner Röhrenfernseher in einem Rollschrank. Von diesen Fernsehern gab es allerdings auch nur einen pro Etage. Auch hier wird deutlich: die mediale Ausstattung meiner Schule hielt sich stark in Grenzen. Meist genutztes Medium war ausnahmslos der Overhead-Projektor. Neben Arbeitsblättern und Plakaten war der OHP die einzige Abwechslung bei der Gestaltung des Unterrichts. Aber man kannte es ja nicht anders, oder?

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Der Wandel während der Jahre ist mir nie wirklich bewusst aufgefallen. Natürlich sind mir einzelne Veränderungen ins Auge gefallen, aber erst jetzt, da ich mich bewusst mit dem Thema beschäftige und noch einmal zurück denke, wird mir im Vergleich zu meiner Anfangszeit auf dem Gymnasium und zu den letzten zwei, drei Jahren ein deutlicher Unterschied bewusst.

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Der Computer Raum hat nach und nach neue Rechner und Monitore bekommen, auch wesentlich mehr mit besserer Ausstattung. Der Raum wurde renoviert und im Anschluss wurde sogar ein zweiter Computer Raum zur Verfügung gestellt. Die Besuche in den Räumen nahmen zu und auch die Art und Weise, wie dort gearbeitet wurde, hat sich verändert. Es gab Stunden, in denen der Fokus auf richtiger Internet Recherche lag, auf der Erstellung von PowerPoint Präsentationen und auf verschiedenen Lernseiten und YouTube Videos.

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Eine weitere große Veränderung fand vor allem bezüglich der Möglichkeiten der Kommunikation und des Austausches statt.

Während es vor gut zehn Jahren noch Telefon-Ketten gab, die durch eine Telefonliste der Schüler entstanden, um beispielsweise nach den Hausaufgaben zu fragen, wurden dafür nach und nach immer mehr das Handy oder das Internet genutzt. Soziale Netzwerke wie SchülerVZ oder Facebook gestalteten den Alltag der Schüler. So konnte nicht nur nach den Hausaufgaben gefragt werden, sondern sie wurden teilweise sogar fotografiert und verschickt. Es wurde immer leichter, mit seinen Freunden und Mitschülern in Kontakt zu treten und zu bleiben. Auch die Schüler-Lehrer Beziehung hat sich in diese Richtung bewegt. Kontakt außerhalb des Unterrichts fand nun nicht mehr nur in den Pausen statt oder in Sprechstunden, sondern wurde ganz einfach per Mail geklärt. Auch der Austausch von Unterrichtsmaterialien, Präsentationen o,Ä. erfolgte auf diese Art. Es war also fast unmöglich, nicht mit Jemandem außerhalb der Schule in Kontakt zu treten. Alles verlief schneller, unkomplizierter. Allerdings verschwammen für mich persönlich an dieser Stelle die Grenzen zwischen Freizeit und Schule, da alles miteinander verbunden zu sein schien. 

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Was bRingt der Wandel für Folgen mit sich?

Für Lehrer bedeutet dieser Wandel vor allem eine Neuerung in Bezug auf Aus- und Weiterbildung. Er muss nun erweiterte technische Kompetenzen beherrschen, was möglicherweise für die ältere Lehrer-Generation eine Veränderung und vielleicht Herausforderung sein könnte. Denn was das Wissen über Medien und deren Nutzung angeht, sind die Jugendlichen meist weit voraus. Nicht nur die technische Kompetenz muss vorhanden sein, sondern auch die Fähigkeit, diese Medien in den Unterricht mit einzubeziehen. Somit ändern sich besonders Methodik und Didaktik. Ich persönlich finde besonders an diesem Punkt den Wandel durch die Medien sehr sinnvoll und positiv. Die ersten Jahre auf dem Gymnasium waren sehr Tafel- und Blätterorientiert. Im Computer Raum waren wir so gut wie nie, der Overheadprojektor war eigentlich das einzige Medium, das regelmäßig genutzt wurde. Alles wirkte recht eintönig und altmodisch, bot keine Abwechslung oder Herausforderung. Mit den Jahren nahm besonders die Gestaltung des Unterrichts an Bedeutung zu, es wurden viele Fächer mit Power Point Präsentationen unterrichtet, besonders Referate wurden nach und nach ausschließlich mit Präsentationen gehalten, Filmsequenzen nahmen zu. Auch die Besuche im Computer Raum wurden aufgrund von Internet Recherchen und Online Arbeitsplattformen erhöht. So war es beinahe eine Überraschung, wenn der Arbeitsauftrag plötzlich die Gestaltung eines Plakates war. Der Unterricht wirkte moderner, interessanter und vielfältiger, was auch das Interesse an den Lehrinhalten wesentlich steigerte.

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Aus Sicht des Schülers lässt sich vor allem festhalten, dass es bezüglich der Möglichkeiten einen Zwiespalt gibt. Zwar sind die Möglichkeiten im Internet an Informationen zu kommen, riesig, doch gerade darin besteht das Problem. Wichtig ist es hierbei, die nützlichen und richtigen Informationen filtern zu können. Das beste Beispiel hierbei ist Wikipedia. Wikipedia wurde und wird auch immer noch sehr gerne als Erstquelle genutzt und wurde auch in meiner Schulzeit vielfach in Referaten oder Hausarbeiten zitiert. Ab der Oberstufe wurde uns verboten, Wikipedia als Quelle zu nutzen, da hier das Problem besteht, dass jeder Mensch, egal wo, die Seiten bearbeiten und gegeben falls Informationen verfälschen kann. Uns wurde immer gesagt, um eine grobe Richtung und einen Eindruck zu erlangen, kann Wikipedia genutzt werden, aber nach und nach haben wir immer Mehr Ratschläge bekommen, wie wir gezielt an gute Informationen gelangen.

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Hier lässt sich auch die Kurve zurück zu den Veränderungen aus der Sicht des Lehrers ziehen. Lehrer müssen in der Lage sein, unterscheiden zu können, welche Informationen zu nutzen sind, und müssen auch ihren Schülern beibringen können, wie sie das Internet nutzen, und erläutern, weswegen oder weswegen einige Seiten nicht brauchbar sind.

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Des Weiteren wird dem Schüler ein erweitertes Angebot an Lehr- und Lernmöglichkeiten geboten. Es gibt etliche Internetseiten, mit denen man für jegliche Unterrichtsfächer lernen kann. Angefangen bei Übersetzungsseiten wie leo.org bishin zu Youtube Videos, die in kleinen Schritten alle Themen der Mathematik erläutern.

Durch diese Videos beispielsweise habe ich mir meine Abiturthemen selbst angeeignet. Der Schüler kann selbst bestimmen, in welchem Tempo und auf welchem Niveau er lernt, und kann nach eigenem Ermessen Pausen einlegen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass diese Möglichkeit nicht als Ersatz zum eigentlichen Unterricht gesehen wird.

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Abschließend finde ich, obwohl ich eigentlich nicht der größte Fan der Modernisierung in allen Bereichen des Lebens bin, dass der technologisierte Wandel in Schulen und Unterricht durchaus als sehr positiv angesehen werden kann. Es werden viele neue Reize gegeben, die zu einer Veränderung des Unterrichtablaufes und des Lernprozesses führen. Der Unterricht wird vielfältiger gestaltet, die Möglichkeiten, sich Wissen anzueignen sind beinahe unendlich. Neue Kompetenzen werden durch Herausforderungen und Weiterbildung gefördert und besonders bei Schülern steht die Selbstkompetenz im Vordergrund. Die Dynamik des Unterrichtes nimmt zu und die Darstellung von Lehrinhalten wurde wesentlich vereinfacht. Die Veränderung durch Medien Bedarf den Einsatz aller Instanzen, ob der Institution Schule, des Lehrers oder des Schülers.

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=528