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roll20 – the mediapedagogical way

1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Alles fing damit an das ich ein paar Freunde im Netz für Dungeons & Dragons begeistert habe. Der klassische Vertreter der Pen&Paper Rollenspiele. Es begann mit dem Aufstöbern der Regelwerke natürlich in digitaler sprich PDF Version und dem anschließenden wochenlangen lesen, lernen und fantasieren. Ganz nebenbei drei Dinge die sich jeder Deutschlehrer von seinen Schülern wünschen würde und noch dazu mit einem Eifer der nur bei Spielen aufkommt. Wir fanden uns also zu fünft zusammen, vier Spieler ein Spielleiter. Damit kamen wir allerdings zu unserem ersten Problem. Drei Spieler in Berlin, unser Spielleiter in Siegen und ich in Essen. Ein gemütliches Zusammentreffen an einem Tisch unter der Woche schied damit aus. Das war uns beim Erstellen der Charaktere klar geworden und natürlich hatten wir Ideen. Dank des Internets saßen wir schließlich regelmäßig zusammen auf einem TS-Server und unterhielten uns über ein Headset.

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 cc-by syvwlch/Flickr - D20, Anaglyph Spaß ist eine natürliche 20

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Bei unserem ersten Spielabend wollten wir es aber noch etwas persönlicher und so kam die Idee mit Teamviewer.
Das ist eine Software die das Teilen eines Bildschirms mit den Teilnehmern einer Konferenz möglich macht kombiniert mit Videotelefonie. Also Webcam eingeschaltet, der Spielleiter hat nochmal seinen Desktop aufgeräumt und ihn uns dann freigeschaltet. Das war zugegeben noch alles sehr provisorisch, statt echter Würfel hatten wir eine Website und die Karten wurden spontan in Paint erstellt. Die Karten sind kurz gesagt nötig um sich in Kampfsituation in einem Raum bewegen zu können unter Berücksichtigung von Entfernung und Verteilung der Figuren im Raum. Denn es gibt genaue Regeln, wie weit ein Angriff reicht, welche Boni und Mali das Gelände mitbringt usw., die es im Spiel zu beachten gibt. Um den ersten und folgende Abende zusammen zu fassen: Wir hatten eine natürliche 20 voll Spaß.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Leider musste unser Spielleiter dann studienbedingt aufhören und unsere Gruppe pausierte. Nach nun etwa einem Jahr war es allerdings soweit, dass wir es wieder versuchen wollten. Allerdings war ich nun der Spielleiter. Nach dem vergangenen Semester und dem _________* Praktikum reizte es mich tief in die medienpädagogische Trickkiste zu greifen. Erstmal eine Facebook Gruppe erstellen. Natürlich nicht, die war schon vorher da. Zuerst habe ich ein Etherpad erstellt in das wir alle schrieben konnten. Termine, Links zu den Regelwerken, eigene Kommentare und vieles mehr. Dann ein Doodle um einen ersten Termin zu finden und eine Google Umfrage damit ich Informationen über die einzelnen Charaktere erhalten konnte. Das waren meine Datengrundlage und die Kommunikationsbasis außerhalb des Spiels. Aber welches Tool sollte ich nun benutzen zum Spielen? Die Antwort kam von einem Freund und lautete roll20.net. Warum ich diesen Beitrag dieser Seite widme möchte ich jetzt erklären.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Zuerst einmal ist roll20.net eine Community für virtuelles Tabletop. Mit Tabletop sind hier allerdings nicht klassische Brettspiele wie Schach oder Risiko gemeint. Es handelt sich eher um ein Subgenre der Brettspiele und wird oft auch passend als Table-Talk bezeichnet. In erster Linie finden sich hier also Spieler wieder die Rollenspiele wie Dungeons& Dragons spielen. Aber auch viele andere Spiele zählen dazu z.B. Shadowrun oder Call of Cthulhu. Da es sich um eine Community handelt die ähnlich eines Wikis agiert entsteht auf roll20.net ständig neuer Inhalt. Der Grundgedanke war eine Plattform zu liefern, die erstens ein Sammelbecken für Spieler bildet. Dazu gibt es das Forum.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Das Besondere ist jedoch der Editor. Ich habe eine Weile gebraucht um einen ersten Überblick der Funktionsvielfalt zu bekommen. Ganz nach dem Leitsatz learning-by-doing habe ich meine erste Kampagne erstellt. Dabei wird eingestellt welches Spiel gespielt wird in diesem Beispiel Dungeons&Dragons. Dann hat man so eine Art Event erstellt. Zu diesem Event konnte ich nun meine Mitspieler einladen. Ich konnte eine Beschreibung, sowie Datum und Titelbild erstellen und dann ging es ab in den Editor. Der Funktionsumfang im Editor ist riesig und wächst. So können Karten gezeichnet oder bereits fertige Hintergründe eingefügt werden. Es gibt eine integrierte Würfelfunktion, interaktive Charakterbögen und alles was es braucht um das Spiel mit allen, digital erdenkbaren, Komfortfunktionen zu bereichern. Spannend ist auch die Funktion Musik einzufügen. Diese wird über Soundcloud bereitgestellt, eine Website auf der Künstler ihre erstellte Musik hochladen und mit anderen teilen können. Eine Art soziales Musiknetzwerk. Das zeigt auch gut den Grundton von roll20.net. Es ist das oft genannte von der Community für die Community.

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Dieser Grundton zieht sich als Leitfaden durch die gesamte Seite. Wie zuvor gesagt kann ich Spieler einladen, wenn ich nicht bereits eine Gruppe von Freunden habe gibt es auch eine Abenteuerbörse, ganz im Sinne von „Suche und Biete Abenteuer“. Diese Funktionen stehen jedem angemeldeten Mitglied zur Verfügung. Das Anfangs erwähnte Etherpad wurde auch überflüssig da es in jedem Abenteuer die Möglichkeit gib ein eigenes Forum zu erstellen in denen ich Beiträge schrieben und Diskussionen dazu führen kann. Auf diesem Wege entstand ein Feedback Thread, ein „Zusammenfassung“- Thread usw. Das schöne sind die dadurch entstehenden Diskussionen zu Ereignissen im Spiel und die Spielerbeteiligung. Es führt dazu das ich als Spielleiter das Spiel transparent mache und auf die Bedürfnisse und das Feedback der Spieler eingehen kann. Das steigert die Beteiligung und unseren Spaß am Spiel.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 Wir haben tatsächlich letzte Woche unsere erste Runde dort gespielt, es gibt auch eine Webcam und Mikrofon Funktion über die wir miteinander reden konnten. Die ganzen Funktionen müssen wir allerdings erst einmal meistern, haben dann allerdings ein hervorragendes Werkzeug gefunden um online „Pen&Paper“ zu spielen.

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 Abschließend noch einige Zusätze zu roll20. Die Seite ist erst einmal völlig kostenlos. Natürlich kann man roll20 auch unterstützen und das funktioniert durch ein Mitgliedschafts-Modell. Bei dem die zweite (Supporter) und dritte Stufe (Mentor) zusätzliche Komfortfunktionen bieten. Grundsätzlich spüre ich als Base Mitglied jedoch nirgendwo den zwang zu zahlen um eine Kampagne zu spielen.

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0 Vielsagend sind auch das Wiki und die vielen Youtube Tutoriale die Einführung in den Editor bieten. Eben ganz nach Motto von der Community für die Community. Die Seite ist derzeit noch nur in Englisch verfügbar, aber ich kann mir vorstellen das man bei der Lokalisierung mithelfen kann. Das Prinzip Wiki greift hier, indem man einen Beitrag zur Community leisten will. Ganz so wie man durch die Arbeit Anderer bereits profitiert hat. Derzeit wirkt roll20.net auf mich wie eine junge aktive Community voller Tatendrang.

11 Kommentar schreiben zu Absatz 11 0

12 Kommentar schreiben zu Absatz 12 0 TL;DR:

13 Kommentar schreiben zu Absatz 13 0 Roll20.net ist eine kostenlose Plattform für digitales Pen&paper Rollenspiel am virtuellen Tisch. Die Seite zeichnet sich durch die vielen nützlichen Funktionen und die Einbindung der Community aus, die eben diese Funktionen ständig ausbaut. Ein Gutes Beispiel für den DIY bzw. Partizipationsgedanken einer digitalen Gesellschaft und gleichzeitig ein interessantes Werkzeug aus Sicht eines angehenden Medienpädagogen.

14 Kommentar schreiben zu Absatz 14 0 *hier positives Adjektiv ausdenken

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=509