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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 In den letzten beiden Blog Beiträgen habe ich die These in den Raum gestellt, das Digital als Medium, also als Darstellungsform begriffen und verstanden werden soll und darf. Doch ist das so? Kehren wir zu den Anfängen zurück…

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 1 Schauen wir auf die Anfänge der Computer wird schnell klar, dass diese zum Lösen von komplexen mathematischen Problemen verwendet wurden. Auch wenn die Anwendungen seitdem größer geworden sind, folgt Digital immer noch den selben einfachen Regeln: Übersetzung von analogen Informationen in digitale Information.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Natürlich bietet es sich an von digitalen Parallelwelten zu sprechen, da viele Entsprechungen wie z.B. das Wort „Desktop“ nicht dem gerecht werden, was die Analogie Schreibtisch zum Startbildschirm eines Computers meint. Nur erneut stellt sich mir die Frage: Wohin führt das?

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 1 Wir können Digital als Lebensraum begreifen, der eine völlig Neue, nicht definierbare Zweit-Welt schafft, die nach eigenen Regeln und Gesetzen funktioniert, was für mein Verständnis vieles erleichtert und nur all zu bequem ist, denn was wir nicht wissen können, braucht uns nicht zu kümmern.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Doch wenn man Digital als Möglichkeit wahrnimmt, eine Übersetzung in eine andere Sprache, in der es andere Wege gibt, sich auszudrücken, müssen wir uns der Problematik stellen, Entsprechungen finden, bei Übersetzungen Kompromisse eingehen und die Sprache in ihrer Andersartigkeit hinnehmen und können nicht einfach mit den Schultern zucken und sagen

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 „Ach, das kann man so ja nicht sagen, dafür haben wir keine Entsprechung.“

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Ändern digitale Lernhilfen wie das Smartboard den Unterricht? Ja.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 2 Aber tun sie das, weil sie sich in einer Dimension befinden, dessen Informationen sich auflösen würden, würde es das Smartboard nicht mehr geben?

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 Die Frage ist so müßig wie nur irgendwas… gäbe es niemanden der mehr Lesen könnte, würden dann die Informationen in Büchern aufhören zu existieren?

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 1 Die Antwort ist ein klares: Das kommt drauf an wie man Informationen definiert. Nach den Gesetzen der Thermodynamik sind wir auf der sicheren Seite, solange wir davon ausgehen, dass das Smartboard oder Bücher nicht in ein Schwarzes Loch fallen, oder eben diese doch Haare haben.

11 Kommentar schreiben zu Absatz 11 0 Betrachten wir Informationen als etwas für den menschlichen Gebrauch verwertbares, übersetzbares, attestiere ich für Beides den Untergang.

12 Kommentar schreiben zu Absatz 12 0 Nehmen wir den Schritt von Keilschrift in Stein gemeißelt zur Fähigkeit zur Herstellung und Beschriftung von Papier. Wir können das Ganze so betrachten:

13 Kommentar schreiben zu Absatz 13 0 Der Stein ist der Lebensraum der Information, existiert er nicht mehr, gehen die Informationen mit ihm verloren. Natürlich kann man die Informationen von dem Stein abschreiben, aber der Lebensraum „Stein zu Papier“ hätte nicht mehr die selben Vorzüge. Um ein Beispiel zu nennen: Steine verrotten nicht. Auch könnte man im Verteidigungsfall auch mit dem Stein werfen und so sein Überleben sichern.

14 Kommentar schreiben zu Absatz 14 1 Begreift man den jedoch Stein als Medium ist man auch gleichzeitig in der Lage seine Vor- und Nachteile gegenüber dem Papier zu definieren. Als Vorteil wäre da natürlich wieder auf die Überdauerung der Zeit hinzuweisen. Als Nachteile wäre vielleicht anzuführen, dass Schulbücher wahrscheinlich nur von den Stärksten der Klasse mitgebracht wurden und wodurch natürlich der sozialen Benachteiligung Vorschub geleistet wurde.

15 Kommentar schreiben zu Absatz 15 1 Auch haben Lebensräume keine Vor- und Nachteile im klassischen Sinne. Vergleicht man den Lebensraum von Wasserlebewesen mit dem von Landlebewesen, ist es schwierig zu sagen, das Fische im Vorteil gegenüber Tigern sind. Es sind Lebewesen die an ihre Umgebung angepasst sind. Man darf fragen warum sie so sind wie sie sind. Man darf sich auch fragen wie Lebewesen in völlig anderen Lebensräumen aussehen könnten, wie es gern in Dokumentationen über ausserirdisches Leben gemacht wird. Die Beschaffenheit des Lebensraums muss man aber so hinnehmen.

16 Kommentar schreiben zu Absatz 16 2 Doch für die Pädagogik sollte die Frage nicht sein „Wie Passe ich mein Lerninhalt an die vorgegebene Umgebung an?“ sondern „Welche Umgebung nutze ich optimal für meinen Lerninhalt?“ Da wir uns im Gegensatz zum Tiger oder Fisch den Lebensraum aussuchen können, empfiehlt es sich dabei über Vor- und Nachteile Nachzudenken, Bilanz zu ziehen. Kurz: Möglichkeiten zu nutzen oder andere zu wählen.

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=468