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Warum ich mich für „Stop Motion“ entschieden habe

1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Ich muss sagen, dass ich nicht in der digitalen Medienwelt zuhause bin. Um dies zu veranschaulichen gebe ich einige Beispiele:
Ich habe keinen digitalen Kalender, sondern einen aus Papier, ich spiele keine Computerspiele und benutze auch keine Spieleapps. Bei Facebook und WhatsApp habe ich mich nur irgendwann angemeldet, weil die Kommunikation und die Zugehörigkeit in neuen Bekanntenkreisen sonst auf der Strecke bleiben würden. Auf YouTube schaue ich mir höchstens mal Reportagen an und zum Lesen kaufe ich mir Bücher und benutze keinen eReader. Mein erstes Smartphone habe ich mir erst vor ein paar Monaten gekauft und ich besitze keine Internetflatrate dafür.

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 1 Man kann also sagen, dass ich viele Vorteile des aktuellen Zeitalters nicht nutze. Daher war ich auch sehr auf das Medienprojekt und die Aufgabe, die auf mich zukommen würde gespannt! Als ich hörte, dass wir einen Elternabend in einer Grundschule veranstalten sollten, um positive Aspekte der digitalen Medien aufzuzeigen, war ich für den ersten Moment noch skeptisch. Denn ich war der Auffassung, dass Eltern ihre Kinder, solange es möglich ist, von diesen fernhalten sollten. Diese Ansicht hatte ich einerseits, da ich für mich selber kaum digitale Medien nutze und andererseits aus der Beobachtung im Alltag, wie Kinder von ihren Eltern mit diesen „versorgt“ werden. So machte es mich nachdenklich zu sehen, dass Kleinkinder im Kinderwagen umher geschoben wurden und nur auf das Smartphone der Eltern starrten, anstatt sich die Gegend anzuschauen. Oder das Kind am Esstisch (welches ich besonders oft im Urlaub gesehen habe) ein Tablet hingestellt bekommt und sich dort in voller Lautstärke einen Film anschaut, damit die Eltern „in Ruhe“ essen können.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Sicherlich ist es nichts neues, dass Kinder – gerade Unterwegs- etwas in die Hand bekommen, damit sie sich nicht langweilen aber ein analoges Spielzeug oder Buch halte ich persönlich für die bessere Wahl, da das Kind sich dadurch nicht einfach berieseln lassen kann, sondern die Fantasie benutzen muss. Hierzu passt das Video, welches jemand vor einiger Zeit bei Facebook gepostet und für mich einen sehr erschreckenden Charakter hat. Da ich dasselbe Video nicht mehr finden kann, hier ein ähnliches:

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 2 Die Vorstellung, dass ein Kind leblose Bilder scheinbar uninteressant findet und ein Bilderbuch für „kaputt“ hält, finde ich gruselig, daher auch mein kurzer anfänglicher Zweifel.
Als uns Guido das Medienprojekt jedoch genauer beschrieb, war ich begeistert, denn es ging nicht darum digitale Medien passiv auf sich einwirken zu lassen, sondern diese aktiv zu benutzen. Da ich diesen Faktor besonders in der Verwendung der Stop Motion App wiederfand, entschied ich mich bewusst dieses Medium den Grundschuleltern vorzustellen.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0  
Positive Aspekte einer Stop Motion App
Zuallererst ist es hilfreich sich Gedanken über die Geschichte zu machen, die man mit der App erzählen möchte. Hierbei muss sich für oder auch gegen verschiedene Figuren und andere Requisiten entschieden und eine Art Drehbuch entwickelt werden. Dabei sind keine Grenzen gesetzt, da alle Gegenstände oder auch Personen benutzt werden können. Auf diese Weise wird bei der Vorbereitung zur Nutzung der App die Kreativität und Fantasie der Kinder angeregt. Da der Effekt des Bewegens am besten erzielt wird, wenn die Figuren sich langsam und Stück für Stück bewegen, wird vermutlich auch die Motorik gefördert. Ebenso denkbar ist das Erlernen von Geduld, einerseits bei der etappenweisen Bewegung der Figürchen und andererseits, da es eine gewisse Zeit braucht, einen langen Film herzustellen. Zudem empfinde ich die App auch besonders dazu geeignet Familie und/oder Freunde mit einzubeziehen. Durch die Mitwirkung mehrerer Personen kann die Fähigkeit zur Teamarbeit gestärkt werden. Besonders schön finde ich es auch, dass die Kinder am Ende ein Ergebnis haben, welches sie sicherlich stolz den Eltern, anderen Verwandten und Freunden präsentieren können. Bei einer positiven Reaktion könnte das sogar das Selbstbewusstsein der Kinder fördern.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0  
Mein Fazit
Das Medienprojekt hat mir demnach eine neue Perspektive auf digitale Medien vermittelt und wie diese zu Bewerten sind. Ich werde in Zukunft daher intensiver darüber Nachdenken, inwiefern man Smartphones und Tablets in das Spielen von Kindern mit einbinden kann, ohne diese Medien direkt auszuschließen. Dennoch werde ich in Zukunft kein Verfechter von neuester Technik und Medien sein, da ich viele Dinge einfach gerne „analog“ mache, ich bin jedoch sehr froh, dass ich meine Hausarbeiten für die Uni nicht mehr auf der Schreibmaschine tippen muss 😉

Quelle:https://gibro.de/blogs/medienprojekt1415/?p=225