Whatsapp – eine Möglichkeit zur interaktiven Gruppenarbeit?

Jeder von euch kennt es, fast jeder von euch nutzt es: Whatsapp ist die modernste Form der Kommunikation via Smartphone. Doch eignet sich diese App auch, um ein Projekt in Form einer Gruppenarbeit erfolgreich zu entwickeln?

Whatsapp ist schnell, unkompliziert, kostenlos und mit dem mobilen Internet auch jederzeit möglich. Ja, selbst meine Mutter nutzt es! Dass man sehen kann, wer wann zuletzt online war, weiß auch sie – aber über die Transparenz durch diese App möchte ich in diesem Beitrag nicht reden. Hier könnt ihr was zu diesem Thema nachlesen.

Stattdessen möchte ich hier meine Erfahrungen ausführen, die ich mit unserer Gruppenarbeit im Seminar zum Medienprojekt gemacht habe.

So fing’s an

Wir waren eine Gruppe von  sechs – sagen wir jungen Bildungsforschern im sechsten Semester des BA Erziehungswissenschaften. Einmal die Woche hätten wir uns theoretisch am Campus in Duisburg mit der gesamten Seminargruppe gesehen, praktisch sieht das jedoch anders aus.

Wer kennt dieses Phänomen nicht, wenn es um Gruppenarbeit geht? Der eine muss für die kranke Kollegin auf der Arbeit einspringen, die andere muss einen wichtigen Termin bei den Behörden nachgehen und dann ist auch noch ein Studierender krank. Nur selten waren wir alle da.

Eine Lösung musste her

Und die Lösung war Whatsapp! Da kann man jederzeit mitreden – ob im Wartezimmer des Hausarztes oder im Bus auf dem Weg zur besagten, außerplanmäßigen Arbeitsschicht: Mit der App kann man fast überall antworten. Und nur mithilfe dieser App konnte unsere Gruppe kommunizieren, ohne das einzelne dadurch stark im Vorankommen ihrer Teilaufgaben gebremst wurden. Ich meine: wir gucken doch eh alle 12 Minuten auf unser Smartphone 😉

Die Kommunikation läuft

Ob man sich regelmäßig an der Unterhaltung beteiligt, weil man nicht verheimlichen kann, dass man online war. Oder ob man sich beteiligt, weil es eben so leicht ist, lasse ich mal dahin gestellt. Fakt aus meiner Erfahrung ist: es funktioniert!

Ich würde jeder Gruppe, die Schwierigkeiten hat, sich regelmäßig zu treffen, die Kommunikation über Whatsapp empfehlen. Natürlich haben wir uns auch E-Mails geschickt, wenn es mal mehr zu berichten gab. Aber schnell mal Fotos,Videos und Gedankenfetzen zu teilen, aus denen dann umsetzbare Ideen wurden – dafür war die App bestens geeignet.

Das Ergebnis

Mithilfe dieser App hat es unsere Gruppe geschafft, zwei großartige Actionbounds zu entwickeln. Mit dem einen könnt ihr die Stadtgeschichte in Essen erkunden, der andere führt euch durch den Krefelder Zoo. Sobald unsere Bounds online sind, werde ich sie hier verlinken!

Wenn ihr noch nicht wisst, was Actionbound ist, dann schaut euch doch die Beiträge von Maggie und Jan-Mark mal an!

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer nächsten Gruppenarbeit!

4 Gedanken zu „Whatsapp – eine Möglichkeit zur interaktiven Gruppenarbeit?“

  1. Ein Freund von mir sucht nach genau solchen Beispielen für eine Artikelreihe auf pb21.de. Ich werde das mal verlinken. Interessant wäre, falls es nicht zu viel privates Preis gibt, Auszüge aus dem Chatprotokoll zu lesen. Um zu verstehen warum und wie Whats App euch bei der Koordination eurer Arbeit geholfen hat.

  2. Ich habe leider eine negative Erfahrung gemacht was WhatsApp und Gruppenarbeiten betrifft. Es führte bei mir zum Burn-Out. Nachts über 64 WhatsApp-Nachrichten bezüglich eines Praxisprojekts im Studium. 11 Gruppenmitglieder und es wird ständig irgendetwas geschrieben. Anfangs fand ich es ganz praktisch, aber jetzt (im Master) finde ich es einfach nur noch total anstrengend. Ich würde es nicht weiterempfehlen, vor allem nicht für wirklich aufwendige Projekte mit vielen Teilnehmern. Diese ständige Erreichbarkeit, ständig auf Abruf sein, es hat mich krank gemacht. Inzwischen tendiere ich eher dazu WhatsApp nur für kleine Gruppen (bis max. 5 Personen) zu empfehlen und auch nur für nicht ganz so umfangreiche Projekte. Für alles was darüber hinausgeht sind aus meiner Sicht klare Absprachen, regelmäßige Treffen und ganz klare Regeln notwendig, damit es eben nicht zum Burnout kommt. Gut finde ich WhatsApp dagegen wenn man sich Notizen aus den Vorlesungen zuschicken möchte (Fotografien). So, ich wollte das ganze nur mal aus einem anderen Blickwinkel aufzeigen (aus meinem). LG

  3. Danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich denke auch, dass es nicht so einfach auf andere Szenarien übertragbar ist. Nur wenn die Gruppe sich eh gut kennt, kann man auch über den verantwortungsbewußten Umgang mit WhatsApp in der Gruppenarbeit sprechen. Ganz häufig traut man sich nicht zu sagen, wie sehr einen das ständige Lesen von häufig off-topic Statements nervt.

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